Grafikkarten von Nvidia, AMD, Matrox und Intel mit toolstar®testLX testen

Das Hardwaretestprogramm toolstar®testLX bietet viele verschiedene Möglichkeiten um Grafikkarten unterschiedlichster Hersteller zu testen. toolstar®testLX arbeitet mit Linux als Betriebssystem und deshalb sind einige Hinweise zu beachten, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Tests die zur Verfügung stehen sind: Grafiktestbilder in verschiedenen Ausführungen für Auflösung und Farbverläufe, Ellipsen zeichnen, Grafikspeichertest, sichtbarer Grafikspeichertest, 3D-Grafikbenchmark, OpenCL-Rechenstresstest und OpenCL-Rechenbenchmark.

Unterstützung von Intel Grafikkarten

Grundsätzlich werden alle alten und neuen Grafikkarten von Intel unterstütz. Damit sind die in der CPU integrierten Grafikeinheiten gemeint. Linux bietet eine volle Unterstützung für so gut wie alle Grafikkarten von Intel an. Diese Unterstützung ist bereits im Kernel selbst verbaut. Es werden keine zusätzlichen Treiber benötigt.

Eine Unterstützung für OpenCL ist nur bedingt vorhanden. Grafikspeichertests und OpenGL 3D-Grafiktests sollten jedoch ohne Probleme ausgeführt werden können.

Unterstützung von AMD Grafikkarten

Grundsätzlich werden alle alten und neuen Grafikkarten von AMD unterstütz. Linux bietet eine volle Unterstützung für so gut wie alle Grafikkarten von AMD an. Diese Unterstützung ist bereits im Kernel selbst verbaut. Es werden keine zusätzlichen Treiber benötigt. AMD bietet der Linux-Community umfangreiche Dokumentationen für die Grafikkarten, damit die Unterstützung weiter erhalten bleibt.

Eine Ausnahme stellen die ganz neuen CPUs von AMD da, die eine integrierte Grafikkarte besitzen. Das starten und verwenden von toolstar®testLX sollte kein Problem darstellen. Jedoch könnte es zu Problemen beim testen des Grafikspeichers geben.

Eine Unterstützung für OpenCL ist bei älteren Karten vorhanden. Grafikspeichertests und OpenGL 3D-Grafiktests sollten jedoch ohne Probleme bei allen Karten ausgeführt werden können. Auch hier stellen die neuen CPUs mit integrierter Grafikeinheit eine Ausnahme da. Die Unterstützung für Ryzen Prozessoren mit integrierter GPU wird in jedem Update erweitert und ausgebaut. Bis zu einer vollständigen Unterstützung aller Modelle könnten Sie im Programm unter umständen Rendering-Fehler bei den Tests und in der Oberfläche bemerken.

Unterstützung von Matrox Grafikkarten

Matrox Grafikkarten sind meistens in Servern zu finden und dienen der 2D-Darstellung der Oberfläche des Betriebssystems. Eine Unterstützung für OpenCL ist nur bedingt oder überhaupt nicht vorhanden. Grafikspeichertests und OpenGL 3D-Garfiktests sollten jedoch ohne Probleme bei allen Karten ausgeführt werden können.

Unterschiedliche Ausführungen der Grafikkarten bieten mehr oder weniger Unterstützung für 3D-Anwendungen. Die ausgewählten Tests sollten entsprechend an die Leistungsfähigkeit der Grafikkarte angepasst werden.

Unterstützung von Nvidia Grafikkarten

Nvidia selbst stellt der Linux Community nur unzureichende Informationen zur Verfügung. Damit ist eine im Kernel integrierte Unterstützung nur sehr spärlich bzw. überhaupt nicht vorhanden. toolstar®testLX sollte trotzdem auf allen Geräten starten und die Oberfläche korrekt darstellen. Dabei wird der generische nouveau Treiber verwendet.

Eine Unterstützung für OpenCL ist nur bedingt bzw. überhaupt nicht vorhanden. OpenGL 3D-Grafiktests sollten jedoch ohne Probleme ausgeführt werden können. Grafikspeichertests können nur bis zu einer gewissen Grenze ausgeführt werden. Sollten Probleme beim mapping der Grafikspeicheradressen auftauchen, wird der Test automatisch an dieser Stelle abgebrochen um einen Absturz zu vermeiden. Sie werden darüber im Programm und im Protokoll informiert.

OpenCL Grafiktests

OpenCL steht für Open Computing Language und stellt Funktionen bereit um Rechnungen auf der GPU auszuführen und die CPU zu entlasten. Außerdem gibt es Rechenoperationen, für die GPUs besser ausgelegt sind. Die Funktionen von OpenCL sind Hersteller- und Plattformunabhängig. Jedoch muss der installierte Herstellertreiber diese Funktionen unterstützen und OpenCL kompatibel sein.

OpenGL Grafiktests

OpenGL steht für Open Graphics Library und stellt Funktionen bereit um 2D und 3D Elemente auf dem Bildschirm zu zeichnen. Die Funktionen von OpenGL sind Hersteller- und Plattformunabhängig. Jedoch muss der installierte Herstellertreiber diese Funktionen unterstützen und OpenGL kompatibel sein. Es ist um ein vielfaches wahrscheinlicher, dass Treiber für Grafikkarten OpenGL unterstützen als OpenCL.

OpenGL wird in toolstar®testLX für den 3D-Grafikbenchmark verwendet und allgemein für das Zeichnen der grafischen Oberfläche des Programms.

Lösung bei Startschwierigkeiten

Sollten Sie Startschwierigkeiten mit toolstar®testLX haben oder nach dem Start nur eine schlechte bzw. gar keine Anzeige erhalten, können Sie folgendes tun:

  • Im Bootmenü (GRUB) gibt es spezielle Kernel bei Grafikproblemen oder Startproblemen. Dies Auswahl dieser Kernel im extended bootoptions Menü hilft in den meisten Fällen.
  • Nach dem Start des Kernels erhalten Sie kurz vor dem Start des Hauptprogramms toolstar®testLX eine Auswahl von 3 Grafikmodi. Hier hilft es in den meisten Fällen, wenn Sie die Nummer 2 (X11-Server) wählen. Dazu reicht ein Tastendruck auf die Taste „2“ auf Ihrer Tastatur. Bitte beachten Sie, dass unter dem X11-Server kein 3D-Grafikbenchmark zur Verfügung steht. Sollten Sie diesen Test benötigen, müssen Sie ggf. die Option 1 wählen. Hier werden Sie zwar eine schlechtere Auflösung erhalten aber alle Tests stehen zur Verfügung.

toolstar®testWIN für Grafikkartentests

Das Programm toolstar®testWIN bietet einige Vorteile gegenüber toolstar®testLX im Bereich Grafikkartentest. Dazu zählen folgende Punkte:

  • Sie testen mit den Treibern des Herstellers und können die maximale Performance ausreizten
  • Alle Grafikkarten werden unter Windows ohne Einschränkung unterstützt
  • OpenCL Grafikkartentests stehen so gut wie immer zur Verfügung
  • OpenGL Grafikkartentests stehen immer zur Verfügung und ermöglichen performante 3D-Grafiktests
  • Mapping Probleme bei der Adressierung von Grafikspeicher sollten nicht auftreten
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